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Schmerz ist Gnade

>>> .... und nun, wie umarme ich den Schmerz? <<<

Durch Einsicht und Training.

Es gibt Leute, die schreien, wenn sie einen Blutfleck auf ihrer Haut sehen. Es gibt Leute, die schreien, wenn sie einen Hinweis bekommen, dass da etwas ist, worum sie sich kümmern sollten.

Es gibt mehrere Arten von Schmerz. Über die Schmerz-Arten, die ich überhaupt nicht kenne, kann ich nichts aus eigener Erfahrung sagen.

Die andauernden extremen Schmerzen, die es bei bestimmten Krankheiten gibt, habe ich nicht erfahren. Auch habe ich natürlich keine Kinder geboren. Wenn ich diese Schmerzen mit seelischen Schmerzen vergleiche, die ich wohl kenne, nehme ich persönlich aber an, dass auch diese körperlichen Schmerzen einen ausgesprochen positiven Sinn haben. Akzeptierte Schmerzen bringen uns ein großes Maß an Freiheit. Freiheit von Angst vor den Alltagsschmerzen. Starke Schmerzen können also einen Schnellkurs bedeuten, mit dem Gott uns Gelegenheit gibt, diese Freiheit zu erlangen.

Ein anderes Ziel von Schmerzen kann vielleicht auch sein, uns bewusst zu machen, welche Schmerzen Menschen haben können. Wie können wir echt lieben und jemanden mit unerträglichen Schmerzen begleiten, ohne eine Vorstellung zu haben von dem Leid dieser Person und ohne das Wesen und die Relativität der Schmerzen zu durchschauen.

Im täglichen Leben ist Schmerz aber eigentlich nichts anderes als ein Signal. Die meisten von uns können Schmerz nicht nur als ein Signal interpretieren, aber es ist sehr wohl möglich.

Warum sollte ich einem Schmerz nicht danken und ihn achten? Er sagt doch dem Kind, es soll den heißen Herd nicht anfassen... er sagt doch dem Erwachsenen, er solle nicht so schnell fahren ... und all die anderen Dinge, die noch viel mehr schmerzen, wenn wir die Signale nicht gelernt haben zu interpretieren. Schmerz ist Gnade. Wie könnten wir ohne all die Signale leben, die uns anzeigen, dass Aufpassen angesagt ist? Schmerzende Füße, Nießen, brennende Augen, usw.

Oft hat Schmerz das Ziel, uns zu sagen, dass es etwas gibt, worum wir uns kümmern sollten, oder dass wir etwas Unkluges getan haben. Trainieren wir uns, den Schmerz anzusehen, uns zu fragen, was er uns sagen will und dann dankbar zu sein.

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