Diese furchtbare Welt?

>>> Wie kann Gott in seinem liebenden Bewusstsein diese furchtbare Welt schaffen? <<<

Die Antwort ist ganz einfach: Die Frage ist Unsinn, es gibt keine furchtbare Welt!

Lasst uns versuchen herauszufinden, wann die Welt furchtbar zu sein scheint.

Johny, 2 1/2 Jahre alt, fällt über ein Spielzeug und zerstört dabei den wunderschönen Blumenstrauß, den seine Mutter eine Stunde zuvor gepflückt hat. Mutter ist echt traurig. Johnnys Welt gerät aus den Fugen.

Peter hat von seinem Vater Mark gelernt: Wenn dir jemand im Weg ist, dann tritt ihn. Peter ist eine junge Seele. In der Serie Leben ist er in einer Phase, wo er seine Grenzen ausprobieren muss, wo er ausprobieren muss, wie weit er gehen kann. Sein Vater Mark muss durch die negativen Folgen lernen, dass es eine wichtige Verantwortung ist, Kindern ein gutes Beispiel zu sein. Beide befinden sich in einer notwendigen Phase einer guten Entwicklung.

Ja, aber warum ist all das Lernen notwendig? Warum sind wir nicht gut von Anfang an? Das wäre für jeden so angenehm.

Ein menschliches Wesen ist kaum zufrieden zu stellen. Wir gewöhnen uns an einen hohen Standard von Freundlichkeit, zum Beispiel, und wenn dann jemand vergisst, uns beim Händeschütteln anzusehen, sind wir schrecklich irritiert.

Ja, aber warum sind menschliche Wesen kaum zufrieden zu stellen? Warum sind wir nicht perfekt und glücklich von Anfang an? Einfach immer?

Nun, wenn das so wäre, gäbe es überall die perfekte Harmonie. Alles befände sich in einer bewussten Einheit mit Gott. Alles wäre Eins mit Gott. Es gäbe keine separaten Wesen mehr, es gäbe keine Schöpfung. Die Schöpfung an sich beruht darauf, dass es Harmonie und Disharmonie gibt. Was wir im täglichen Leben Realität nennen, besteht aus schwarz und weiß, hart und weich, schön und hässlich, und dem sogenannten Guten und Bösen.

Wieso "so genannt"? Wie schon gesagt, formt das Böse immer eine Phase in einer guten Entwicklung und ist, von einem höheren Standpunkt aus gesehen, gut. Gut und Böse als solche sind Illusionen. Der Grund, warum uns beigebracht wurde, dass "böse" schlecht ist, ist, dass es auf die Dauer gesehen dumm ist, böse Dinge zu tun. Auf unserem Weg zum letzten Ziel bedeutet etwas Schlechtes zu tun, dass wir an einer Kreuzung die falsche Straße gewählt haben und nun einen Teil der Straße zurückgehen müssen.

Der Grund, warum manchen von uns beigebracht wurde, Gott sei traurig oder beleidigt, wenn wir subjektiv etwas Schlechtes täten, ist, dass wir etwas tun, was in unserer Welt die Harmonie stört und Gott symbolisiert Harmonie. Natürlich kann Gott nicht verletzt werden. Er/Sie ist zeitlos und unveränderlich.

Wenn wir Gott bewusst beleidigen, verletzen wir subjektiv die Harmonie und - vielleicht unbewusst - wissen wir, dass wir den Weg zur Harmonie zurückgehen müssen, meistens indem wir Schwächen und Vorurteile ablegen.

Aus der Perspektive von Gott gesehen, verlassen wir keinen Bruchteil einer Sekunde die Harmonie.

Wir sind immer auf unserem Weg von Ihm zu Ihm hin. In der Zwischenzeit wachsen wir und machen Erfahrungen, um mit Ihm schlussendlich in Glückseligkeit und Vollkommenheit vereint zu sein.


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