Sein Leben
Kindheit
Adrian wurde am 22.12.1922 um 4.31 in Amsterdam geboren.
Er wuchs mit einem älteren Bruder und zwei jüngeren Schwestern in einem gut situierten Elternhaus auf, wo es außer deutschsprachigen Kindermädchen auch zeitweise Köchin und Gärtner gab. Seinen Vater erlebte er als strengen, dominanten und tüchtigen Geschäftsmann. Von seiner sensiblen und künstlerisch begabten Mutter und den Kindermädchen lernte er schon früh Deutsch und wurde vertraut mit dem deutschen Liedgut, welches er sehr liebte.
Im Alter von drei Jahren wäre er fast im Teich seines Elternhauses ertrunken. Wie sehr ihn dieses einschneidende Erlebnis geprägt hat, wurde ihm erst in reiferen Jahren bewusst.
Ehen
Seine erste Ehe wurde nach wenigen Jahren auf tragische Weise beendet. Seine Frau verursachte am Steuer ihres Autos einen Unfall, bei dem sie selbst ums Leben kam und Adrian schwer verletzt wurde. Die beiden Söhne kamen mit geringfügigen Verletzungen davon. Da er mit den Kindern nun alleine stand, heiratete er relativ schnell eine Freundin der Familie, die sich der Kinder angenommen hatte. Mit dieser bekam er noch zwei Söhne und eine Tochter. Nach außen schien nun einige Jahre alles in Ordnung zu sein.
Doch dann erfolgte der nächste Schlag! Der hochbegabte älteste Sohn erschoss sich im Alter von 17 Jahren! Niemand hatte zuvor irgendwelche Anzeichen einer solchen Verzweiflungstat wahrgenommen. Danach dauerte es nicht lange, dass sich seine Frau von ihm trennte. Da er zu dieser Zeit in der Schweiz arbeitete lernte er dort seine dritte Frau kennen mit der er noch eine Tochter bekam. Doch auch dieser Ehe war kein langes Glück beschieden.
Obwohl er unter der Trennung von seinen Kindern sehr gelitten hatte, schaffte er es nicht, ein lebendiges Verhältnis zu ihnen aufrecht zu erhalten. Die sich daraus entwickelnde Distanz von Seiten seiner Kinder wiederum schmerzte ihn zeitlebens.
Beruf
In beruflicher Hinsicht war er wesentlich erfolgreicher. Nachdem er sich aus dem Schatten seines Vaters, der sein erster Chef war, befreit hatte, managte und leitete er mehrere, zum Teil große Unternehmen mit Erfolg! Obwohl er von dem Produkt das hergestellt wurde keine Ahnung hatte, erfasste er das Wesentliche, stellte die richtigen Fragen und verblüffte oft die Fachleute mit seinen ungewohnten Schlussfolgerungen und zündenden Ideen, die neue Wege öffneten. So bekam er immer bessere Angebote und verdiente eine Menge Geld. Das ging so bis zu der Zeit der großen Firmenfusionen, wodurch es dann jede Menge überflüssiger Manager gab und da Adrian inzwischen die 50 überschritten hatte, war er einer von denen. In dieser Phase bekam er auch einen leichten Herzinfarkt. Von heute auf morgen war er auf einmal krank und arbeitslos!
Spiritualität
Diese Krise hatte einen heilsamen Effekt. Er hinterfragte den Sinn seines bisherigen Lebens und kam zu der Einsicht, dass er aus diesem Hamsterrad der Betriebsamkeit und der Äußerlichkeiten aussteigen und sich mit dem beschäftigen wolle, was wirklich und wesentlich ist. Die Sehnsucht nach dem Göttlichen war latent schon immer vorhanden gewesen und konnte nun ungehindert strömen. In dieser Zeit entstanden die ersten Überlegungen zu den Texten, die nun auf der Webseite und in seinen kleinen Büchlein zu finden sind.
Ein Medium zu größerem Verständnis seiner selbst und der Welt schien ihm die Astrologie zu bieten, mit der er sich am Rande schon länger beschäftigt hatte. Und da er außerdem von aller Technik begeistert war, gehörte er zu den ersten, die einen Computer mit in diese Arbeit einbezogen. Es gibt ein Buch von Jan Kampherbeek: 800 Horoskope von bekannten Menschen. Dort ist auch sein Horoskop abgebildet mit dem Vermerk: „Er ist ein Pionier auf dem Gebiet von astrologischen Untersuchungen mit Hilfe moderner Computertechnik...“
Im Rahmen seiner astrologischen Lehrtätigkeit kam er dann Anfang der 80ger Jahre nach Deutschland. Dort begann dann mit einer Astrologie Schülerin eine langjährige Partnerschaft, die nach 18 ½ Jahren (ein Mondknotenumlauf), beendet wurde, die aber trotzdem für beide Seiten sehr bereichernd und Wachstums fördernd war und auch nach der Trennung in Freundschaft und Liebe bis über seinem Tod hinaus fort besteht.
Seit seiner Arbeitslosigkeit hatte sich die finanzielle Situation plötzlich rapide verändert. Aus dem wohlhabenden Mann wurde ein armer. Und das blieb auch so, weil er später von der holländischen Mindestrente leben musste. Alle seine Rentenansprüche der „fetten Jahre“ hatte er sich auszahlen lassen und seinen Frauen und Kindern hinterlassen. Aber auch unter diesen neuen Umständen stellte er seine Flexibilität unter Beweis, und seine Fähigkeit, das Leben so anzunehmen wie es ist. Inzwischen in Köln wohnend startete er noch eine kurze und wiederum erfolgreiche „Karriere“ vom bescheidenen Besucher und Ratgeber in einem Computerfachgeschäft zum Geschäftsstellenleiter, welche durch äußere Umstände aber nicht lange währte.
La Palma
Da sich auch seine Partnerin in einer beruflich ausweglosen Situation befand, gingen beide das Wagnis ein – er im Alter von 70 Jahren – das vertraute Umfeld und die existenzielle Sicherheit zu verlassen und ohne ein Wort Spanisch zu sprechen, sich auf La Palma, der schönen Kanareninsel, niederzulassen. Die Umstände, die dazu führten, kann man getrost als Ruf des Schicksals bezeichnen! Hier bewährte sich wiederum seine Fähigkeit, sich auf neue Herausforderungen einstellen zu können. Ja, er blühte richtig auf und packte die Schwierigkeiten mit Begeisterung und Kreativität an.
Während der 10 Jahre auf La Palma beschäftigte er sich hauptsächlich über Internet in verschiedenen Gruppen mit dem Austausch über spirituelle Themen. In dieser Auseinandersetzung entwickelten und präzisierten sich seine Ideen und sein schon lang gehegter Wunsch, diesen Gestalt zu verleihen, zeigte erste Ergebnisse.
Die letzten Jahre
Ab Anfang 2003 wählte er Düsseldorf als neuen Wohnort. Dort hatte er aus der Kölner Zeit schon Kontakte, die er bei seinen Deutschland Besuchen während der letzten Jahre ausgebaut hatte. Auch hier suchte er den Austausch mit Gleichgesinnten und die Möglichkeit, seine Erkenntnisse weiter zu geben.
Adrian war noch voller Ideen und Tatendrang und in Relation zu seinem Alter recht gesund. Niemand, er selber wohl auch nicht, kam auf den Gedanken, dass er so plötzlich von uns gehen würde. Innerhalb von einigen Stunden bekam er hohes Fieber und der kleine Husten wurde zur Lungenentzündung. Nach einigen kritischen Tagen im Koma und mit künstlicher Beatmung machte er erstaunliche Fortschritte, die selbst die Ärzte und Pfleger in Erstaunen versetzte. Jedermann war von seiner baldigen Genesung überzeugt. Aber genau so plötzlich und unerwartet kam der Rückschlag. Nach erneut ein paar Tagen im Koma verließ er seinen Körper am 22. Mai 2009.
Für uns, die wir ihn gekannt und geliebt haben wird er noch lange präsent bleiben. Und vielleicht auch für die, die ihn jetzt erst über seine Texte kennen lernen. Es ist wunderbar, dass diese Seite seinen Tod überdauern wird und ich bin überzeugt, dass Adrian darüber sehr bewegt und glücklich ist!




